Regen und Ideen

23.1.19 ISARD Farm bei Bahrabise

7.45 Uhr. Länger geschlafen. Keine Ping Pong und Keine Federballgeräusche von draussen. Ich bin erstaunt. Etwas wacher werdend, nehmen ich ein kontinuierliches Rauschen war …. es regnet? Ich verschaffe mir Gewissheit und gehe zur Tür. Tatsächlich, es regnet. Mein erster Gedanke, macht nichts, heute fahren wir so oder so nach Kathmandu … beim zweiten Gedanken wird mir klar, das die lehmig, sandigen und steinigen Strassen dadurch nicht leichter zu befahren sind und wir hatten vereinbart mit dem lokalen Bus zu fahren. Ein leises stöhnen in mir.

Ich lächle jedoch schon wieder als ich zurück zu meinem Bett blicke, ich bin nicht alleine. In der Ecke der Zimmers bei meinem Bett hockt ein kleiner Salamander. Seine Haut ist glasig und nicht dunkel oder bunt. Es gibt schönere aber ich bin froh, dass ich vor Salamander keine Angst oder Eckel habe. Ist ja schon nahe. Na Kleiner…. magst wohl auch kein Regen.

Ab in den warmen Schlafsack mit mir. Alleine 😉. Ich denke über die Meetings gestern nach und strukturierte mich innerlich.

Bivas der Direktor von ISARD ist gestern gekommen und wir haben das laufende Schuldprojekt in Bhumesthan besprochen. Zudem die Idee mit dem Seniorentagesstädte in. Bivas meinte so etwas ähnliches wollen sie auch hier im direkten Dorf bei der Farm machen. Es arbeitet in mir.

Ich berichte zudem von dem informellen Treffen mit den jungen Ladys und der Präsidentin von ISARD und den drei Themen, die wir angehen wollen: Englisch, Women Empowerment und Müll. Bivas ist begeistert und fragt mich, ob ich schon Ideen habe. Naja aber eine habe ich tatsächlich…. es gibt auf der Farm ein junge Frau 21. Jahre. Sie spricht schon etwas englisch, ist nicht schüchtern und sucht aktiv das Gespräch zu mir. Ich coachen ja Gopy, der in seine Rolle bei Carisimo und ISARD wachsen soll. Ich könnte auch sie coachen. Bivas bringt ein, dass Gopy in der konkrete Rolle als Projeltkoordinator wachsen solle. Was sollte Ayusha machen? Sein Einwand ist berechtigt und ich hatte darüber auch schon nachgedacht erläutere meine Idee. Es fehlt hier an weiblichen einheimischen Vorbildern und es fehlt an englisch sprechenden Menschen. Die meisten Lehrer in den Dörfern sind weit davon entfernt englische Sätze zu sprechen. Und es bedarf mehr Zeit als die 5 Monate, die ich hier bin, sowohl beim Thema Women Empowerment als auch beim Englisch lernen. Kontinuierlich und jemand lokales. Konkret: Ayusha ein Crash und Intensivkurs Englisch schicken und sie soll 1 Jahr durch die Dörfer, die so oder so von ISARD unterstützt wird ziehen…. englisch Kurs für die Lehrer, Aktionen für Women Impowerment und Müll.

Sowohl Bivas als auch Gopy und Namarajh finden die Idee sehr gut. Wir vereinbaren, dass Gopy und ich mal analysieren, was das kosten würde. Ohne Geld wird es nicht gehen. Ich bin zufrieden.

Weniger zufrieden bin ich mit den Fakten zum Müll hier. Es gibt keine offizielle Müllstation hier in der ganzen Region. Es gibt hier und da ein Müllwagen aus Kathmandu und der holt Müll aus Bharabise und fährt den Müll einfach zu einem Ort am Fluss und entledigt sich so dem Müll. Mit voller Wucht spüre ich die Deutlichkeit eines Entwicklungsland. Wo sollen die Menschen den Müll den hin tun, wenn es kein Müllmanagement gibt? Werf es in den Müll und nicht auf den Boden… und dann? Im Verlauf wird mir erklärt, das eine Müllllananlage bauen nicht nur deutlich komplizierter ist als eine Schule… also nicht nur technisch, sondern auch in Bezug Land, Qualifikationen etc.! Schweigen in der Runde. Mhhhhh definitiv ein zu dickes Brett für mich und 5 Monate. Wir vereinbaren der auf dem Gelände vom ISARD es etwa besser zu machen und die ISARD Mitarbeiter zu sensibilisieren. Zufriedenheit fühlt sich anders an.

Am Nachmittag spielen alle ISARD Mitarbeiter zusammen Volleyball. Es war Gopys Idee. Er ging zum Frauenhaus und rief Women Empowerment …. Ler’s Play Volleyball in Mixteams. Das Erste gemischte Volleballspiel hier. Es wurde sehr viel gelacht und um fast jeden Punkt heftigst diskutiert… Ohne Rücksicht auf Alter oder Geschlecht. Ich schmunselte nur so vor mich hin. Die ersten Spiele beteilige ich mich noch, dann beobachtete ich das Spektakel von der neuen Hängematte, die ich aus Thailand mitgebracht habe. Da es hier keine Palmen gibt, wurde spontan ein Gestell gebaut. Ich bin beeindruckt. Ein Ort zum verweilen… man kann in die Berge sehen und die Farmplatz beobachten.

Beim abendliche Grillen meinte Bivas zu mir…. Tischtennisplatte, Hängematte und Mixed Volleyball. Für die ersten 9 Tage auf der Farm schon einige Veränderungen, die ich mit angestossen habe. 9 Tage erst hier auf der Farm. Kommt mir viel mehr vor. Ich nehme seine Aussage als Kompliment und gehe zufrieden ins Bett.

Es regnet immer noch…. Mein Körper verlangt nach Tee und so erhebe ich mich in die Kälte und ende den Blogeintrag mit vielen Gedanken in mir. Es arbeitete in mir.

Namaste

Mascha

Meeting und Volleyball

Die Hängematte und der Direktor

Abendliche Grillen mit nepalesischen Gesang

Mein neues Zimme … eigentlich nur für mich (Luxus) aber jetzt mit Salamander