Pfannekuchen, Kartoffeln und Frauentreffen

30.1.2019 Piskas

Die Mitarbeiter von ISARD hatten sich Pfannekuchen gewünscht. Gestern morgen war es dann so weit, mir wurde die Küche für Pfannekuchen überlassen. Wieder griff ich auf ein Tip meiner Oma zurück: „Mascha, hebe Eisschnee in der den Teig, dass macht die Pfannekuchen fluffiger“. Ich hatte dafür extra einen Mixer aus Kathmandu mit gebracht. Die Herstellung des Teigs war schon ein Erlebnisse und zwei Mitarbeiter waren besonders interessiert. Die Köchen beäugte es eher erst mal skeptisch und der Mixer und sie waren keine Liebe auf den ersten Blick. Am Ende schmeckte es fast allen. Auch der Köchin. Zumindest sagten das alle. Da mein Eindruck, manchmal ist, einige sind zu schüchtern oder zu freundlich und sagen nicht, wenn es ihnen nicht schmeckt. Und so lerne ich gerade auf nepalesich… nicht schüchtern sein und bitte ehrlich es sagen. Sprachen lernen ist so schwer für mich. Ein Gedächtnis wie ein Sieb.

Nach Pfannekuchen und erste Mixererfahrungen, ging es auf dem Fußweg zu den Bergdörfern. Diesmal eine reine Frauengruppe. Ayushia ist meine Übersetzerin… ihr englisch NOCH nicht so gut aber so lernt sie schnell englisch und ich etwas nepalesich. Sie wäre auch die Kandidatin für das Projekt Womenimpowerment und Müll in den Dörfern. Sie ist extrovertierte und wissbegierig. Sie liebt englische Songs. Ed Sheerens hat es ihr angetan… neben Cyndi Laupber und Sam Cooke nun auch Es Sheehren auf dem Wanderweg. Es ist spannend mit den jungen Damen zu reden… was sie mich fragen aber auch Lebensfrage … was bedeutet reich sein…. und wie nutzt man Spendengelder richtig? Was bedeutet Vertrauen?

Natürlich gibt es auch ein Picknick und abends sind wir in Piskars eine reine Frauenrunde…. der Generalsekretär von ISARD ist in Kathmandu mit der älteren Tochter so treffen wir die Mutter… die Lehrerin und die junge Tochter an. Ich dachte das letzte mal es sei ein Junge. Upss.

Habe ihr eine Mütze von Köln geschenkt. Es kann ja nicht sein, das man in Nepal nur Dortmund und Bayern kennt. Ich leiste hier für mein Heimatverein Eintracht Frankfurt und für den 1. FC Köln (hier bin ich Sympathisantin) Entwicklungshilfe 😎😘🤩🤗.

Abends darf ich kochen und mache Kartoffeln mit Ei. Nicht so scharf. Ich geniesse es und der kleinen Tochter schmeckt es auch sehr. Ich gebe in die Frauenrunde noch eine Runde von Susannes Honiglikör aus. Der Lehrerin schmeckt es ausgesprochen gut. Wir trinken noch einen. Reden über Frauenrechte. Susanne hat mit einige Dinge aus Deutschland geschickt… über Frauenrechte in Nepal und ich wollte unbedingt wissen, wie es die Frauen hier sehen. Ihre Ansicht vor dem Gesetzt sind alle gleich. Hier gibt es keine Grössen Unterschiede. Im Gegenteil…. es wurde in den letzten Jahren Frauenfördergesetzte verabschieden ABER Gesetze und danach leben, ist eine Unterschied. Ich finde in andren Ländern ist das auch so.

Unser Gui ist junge Ranju … Sie lernt sehr schnell englisch bringt uns sicher von Dorf zu Dorf.. ich lerne ihre Eltern kennen. Großartige Menschen.

Es geht weiter nach Mulabari, dem Dorf ohne Strassenzugang. Carisimo der Verein für Nepal hat mich gebeten dort Kinder zu besuchen, die ggf. ins Förderprogramm mit aufgenommen werden soll. Es ist eine Herausforderung, den es geht darum, sicher zu stellen, das nicht Kinder in das Programm aufgenommen werden, die für nepalesische Verhältnisse genug Geld haben bzw. die Familien kein Schicksalachlag hatten. Tatsächlich sind 3 Kinder mit den Mütter durch mein kritisches nachfragen im Verlauf gegangen. Es ist schwer und ich fühle mich nicht gut. Süsse Kinder aber nicht für dieses Programm. Es schmerz mich. Ich erkläre es der Lehrerin und och hoffe sie versteht. Wir sammeln weiter notwenige Daten ein und ich spiele etwas mit den Kindern. Sie sind so schüchtern. Ich frage was sie sich wünschen…. richtige Schuhe, Springseil, Gesangsbuch, Badmintonschläger, ein grosser Topf und die kleinste ein Fussball…. mein Herz springt. Das nächste mal spielen wir hier Fussball.

Nach dem Treffen bitte ich um ein Treffen mit der Lehrerin und der Vorsteherin der Farmer, die kenne ich vom letzten mal. Sie wirkt auf mich sehr kompetent. Ich erkläre den Frauen, dass wir ihre Hilfe brauchen. Es gibt nicht unendlich viel Geld und es soll da ankommen, wo es am meisten gebraucht wird. Auch wäre es gut, wenn sie selber für soziale Dinge als Dorf Geld sammeln. Sie Stimmen dem zu. Sie wolle das Dorf stärken. Zusammen. Sicher haben wir uns nicht ganz richtig verstanden… aber ich komme ja wieder und werde es wieder und wieder ansprechen.

Wir müssen los, in Tautali, dem Dorf mit der Seniorenstätte treffe ich einige der Alten und wir müssen dahin ca. 2 Stunden Wandern. Etwas eng getaktet heute.

Es ist die letzten Tage noch mal sehr kalt geworden. Selbst die Mäuse suchten Nähe…. meiner Schlafstätte und mir kamen sie sehr nahe. Im verlauf machte ich das Licht an, nach kuscheln war mir nicht. Aber die Kälte hat auch was schönes…. es hat in den hohen Bergen noch mal geschneit…. Wunderschön beim wandern von Mulabari nach Tautali.

Grüsse von unterwegs. Schlechtes Netz. Ich hoffe die Bilder werden hoch geladen.

Pfannekuchen

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STArt der Wanderung nach Piskars

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piskars am Abend

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Die Eltern, Mulabari und die Natur

Mulabari