Zwei emotionale Personen – da kann es auch mal knallen

30.1.2019 Farm, nähe Bharabise

Was für ein Tag gestern?!

Da wir etwas Geld aus Nepal und Deutschland für einen Film bekommen haben, sollte es heute losgehen. Filmen der Seniorentagesstätte in Tautali. Die 3 Damen… Also Ayusha, Ranju und ich beeilten uns auf dem Weg von Murabari mach Tautali. Treffpunkt mit dem Filmer und den ISARD Kollegen um 13.00 Uhr. Keine Pause. Kein Picknick. Zügiges laufen.

Als wir um 13.10 Uhr die ersten Häuser von Tautali erreichten, war ich erleichtert …. nur ca. 15 MIN zu spät. Ob die andren schon angefangen haben?

Ich war überrascht, das sowohl Filmer und Kollegen noch nicht da waren. Ich war noch mehr überrascht als ca. 25 Senioren auf uns warteten und nur darauf erpicht waren, dass es los geht. Da bin ich wohl etwas deutsch an den Plan und den Zeitpunkt des Treffens dran gegangen. Ich blieb (noch) entspannt. Nach einer Stunde wurde ich etwas nervös …. und Senioren Unterhaltungprogramm und das auch noch auf nepalesisch….. nicht meine Stärke. Ich fühlte mich unwohl in meiner Haut. Ich bin für die Planung verantwortlich. Ich hatte 10 Senioren erwarte und nicht 25. Nach 2 Stunden warten, war ich trotz wärmender Sonne mehr als ungehalten. Das Licht würde schon schlechter für das Filmen. Sonnen und Schatten würden das Filmen immer schwerer machen. Als endlich der Jeep ankam und die heiss ersehnten Insassen mir zwar zuwinkten aber in die falsche Richtung gingen, platze mir der Kragen und ich suchte erbost die Kollegen … ich war sauer. Als ich sie endlich fand … erst mal was essen war deren Plan wohl, nahm ich eine Mascha Lentzische Planänderung vor und bat den Filmer und Namarajh um ein Gespräch unter 6 Augen. Einer erboste, unzufriedene und emotionale Mascha und ein kreativer, dickköpfiger und emotionaler Künstler. Eine gefährliche Mischung, es knallte. Wie Künstler so sind, er wollte dann einfach gehen. Meine Eröffnung des Gespräch war bescheiden… aber gehen, nur weil es etwas hitzig wurde. Ich war zwar erstaunt aber mir war klar, ich musste meine Strategie ändern und meinte nur, dass wir vereinbart hatten uns offen und direkt zu sagen, was wir jeweils denken. Das haben wir jetzt getan, die Wahrheit liegt meistens in der bitte…. das Licht wird schlechter und ich bitte ihn darum, das er bleibt. Wenn es mich Abends immer noch scheisse findet, dann bezahle ich ihm das Taxi nach Kathmandu (nicht billig). Er blieb. Wir haben gut zusammen gearbeitet.

Der Abend auf der Farm war witzig, ich spendierte meine einzige Sektflasche und wir planten was wir wie morgen in der Schule besser machen wollen.

Die Analyse unseres Knalls …. in der Feedbackrunde: Es war für uns beide weniger Anstrengend als für andere während es Knalls. Ich sagte später, hier geht es nicht darum, wer Recht oder Unrecht hatte, sondern verstehen, wie man es besser machen kann und da waren wir uns alle einig: Kommunikation und Teamaustauch. Manchmal ist dreht sich die Welt in Deutschland und Nepal eben doch nicht so anders.

Auch waren wir uns einig, das die Alten uns alle bewegt haben. Es war aufregend und lehrreich. Ich persönlich, kann nicht glauben was ich erlebt habe und was die Alten so wollten…. viele wollten, das man Fotos mit ihren macht. Eine Oma wollte mit meinem Rucksack unbedingt mal auf der Strasse „wandern“. Ander wollten vor der Kamera tanzen …. und singen, dass es hier keine Musik gibt.

Bei der Heimfahrt wurden wir wieder geshaktet…. sahen einen spektakulären Sonnenuntergang und Berge im Schnee und sangen hier und da bei einem Lied von meiner Easy Going Liste mit.

Nach dem Abendessen und diskutierten wir noch über Entwicklungshilfe …. was hilft wirklich …. was ist eher weniger sinnvoll…. sehr interessant.

Was ein Tag.

Namaste Mascha

Der Spendenaufruf:
http://maschasneu.land/2019/01/28/spenden-fuer-projekte-aus-maschasneuland-in-nepal

Und:
www.betterplace.org/p67782

Die Alten, der Künstler und ich