Kochorgie und etwas Sonne

10.2.2019 ISARD Farm bei Bharabise

Der Wintereinbruch die letzten Tage, hat tatsächlich dazu geführt, dass es in einigen der Projektdörfer geschneit hat. Auf der Farm hat es primär geregnet bis 14.00 Uhr und es war kalt. Aber ich will nicht jammern, woher auch immer sie kam, sie kam… die Sonne. Ab 15.00 Uhr hatten wir etwas blauen Himmel und sie zeigte sich wieder von ihrer besten Seite. Wenn die Sonne da ist, dann wird es auch schnell wärmer. Ich schwitzte sogar. Zudem muss ich sagen, war mir auch bis 14 ihr nicht kalt, da ich die ganze Zeit in der Küche stand.

Wir haben gestern eine Küchenorgie veranstaltet. Nicht alles ist schmackhaft geworden aber vieles.

Also der Granatapfeluchen war o.k. zu trocken die Früchte Obstkuchen. Die Organentarte und auch die Apfel-Trauben-Tarte waren super. Die Quiche sehr lecker…. etwas zu viel Salz (Nein ich bin nicht verliebt). Das Bier-Huhn schmeckt den Leuten aber es war nicht knusprig…. was daran liegen kann, das der Ofen zu klein ist oder vor lauter Fotos machen, der Ofen zu oft geöffnnet wurde. Spass hatten wir mit dem Huhn auf Bierdose jedenfalls. Das Gemüsecurry mit Kartoffeln war für mich sehr lecker aber es zeigt sich eindeutig, eine Nepalesi brauch Reis zu jeder Mahlzeit. Das Blumenkohlpüree hat niemanden geschmeckt, nicht mal mir. Nicht gut gewürzt und es fehlte etwas Sahne und die Butter war leer, da Mangelware in dieser Ecke Nepals.

Mal sehen, vielleicht…. wenn ich es öfters mache, dann setzt sich ja Gemüsepfanne ja mit Reis durch und die Köchin macht sie öfters mal. Ich muss ihr mir erklären….kürzer an dünsten und nicht verkochen. Ich finde das meiste Gemüse wird hier viel zu lange gekocht. Ist aber dadurch leichter mit dem Reis zu essen. Hier auf dem Land, ist man primär mit den Händen….. ohne Besteck. Ich nehme immer eine Löffel.

Das erste mal seit Wochen etwas mehr Alkohol getrunken. Naja 2 Bier für 3 Leute ist nicht wirklich viel. Es hat aber geschmeckt. Interessant ist, dass ich in dem Minidorf direkt bei der Farm nur die Wahl zwischen San Miguel aus Spanien und Tuborg aus Dänemark hatte. San Miguel war billiger. Also trank ich gestern spanisches Bier. Die Köchin trank mit und eine der Praktikantinnen…. den beiden schmeckte es sehr gut…. auch wenn sie wegen Schüchternheit kaum zu geben wollten. Ja ja die Schüchternheit und aus meiner Sicht hier die übertrieben Freundlichkeit sind wohl neben der Kälte, weitere Herausforerungen für mich. Sich nie sicher sein, ob sie einen bei Fragen richtig verstanden haben und fast immer ja sagen und sie ggf Dinge tun, die sie nur mir zu liebe tun aber selber nicht wollen.

Imandara : ehrlich

Eines meiner häufigsten genutzten Worte in Nepalesisch. Und „nicht schüchtern sein“.

Für mich, der klare, ehrliche und direkte Worte sehr wichtig sind, ist das wirklich eine Herausforderung. Und ich will auf keinen Fall, dass ich Menschen hier mit meine Koch- oder Projekt- und Freizeitideen in eine Richtung dränge, die sie nicht wollen. Gopy lasse ich das immer und immer wieder übersetzten. Mandraartig. Der rollt schon manchmal die Augen und meint, dass zumindest die ISARD Mitarbeiter das langsam verstanden haben sollten. Ich bin mir manchmal nicht sicher aber alle kommen immer wieder zum kochen und spielen dazu. Und bei der Projektarbeit melden sich einige, dass sie gerne mal mitkommen wollen, wenn wir zu den Projektdörfern uns auf den Weg machen.

Heute…. wenn das Wetter mitspielt… geht es zu den Bergdörfern… erst eins, das ich noch nicht kenne und dann zur Schule. Hat uns das Wetter zeitlich sehr zurück geworfen beim Bau der Schule? Haben sich die Leute an den veränderten Plan und Prioritäten gehalten? Wir werden sehen.

Also die Sonne gestern raus kam, konnte Ich tatsächlich kurz etwas spazieren gehen und jeder Dorfjungen grüsst mich jetzt fast immer und fragt „how do you do“ und „where are you going“. Ich frage mich wo alle die Mädchen ihre Freizeit verbringen. Das will ich mit den ISARD Kollegen mal ansprechen.

Mein Bauch ist kugelrund. Es zieht kaum am Kopf während ich noch im Bette liege. Ich habe das nicht schließende Fenster etwas kreativ geschmückt. Kissen und alle drei Weihnachtsmütze und die Karnevalmütze, habe ich geschickt so montiert, das viel weniger Wind den Weg zu mir bzw meinem Kopf findet. Für was Weihnachts- und Karnevalmützen alles gut sein können 😂🤩🤡. Auf die Idee hätte ich auch früher mal kommen können.

Meine Hände sind trotz schreiben mit dem Handy (Was echt für mich eine Herausforderung ist) noch nicht kalt und steif und die Nasespitze nur etwas kalt. Wie das Wetter wohl draussen ist? Da auch meine Blase sich ganz und gar nicht schüchtern bei mir zu Wort meldet, werde ich jetzt mal die heiligen Hallen meines Schlafsack verlassen.

Namaste

Mascha

P.S.

Spenden für die Projekte:
www.betterplace.org/p67782

Erläuterung Spendenaufruf:
http://maschasneu.land/2019/01/28/spenden-fuer-projekte-aus-maschasneuland-in-nepal

Kochen und Arbeiten

Schnee in Mulabari

Kurzer Sonne und ausruhen auf der Farm Mit Mehl im Gesicht und die Schneeberge in Sichtweite.

Impressionen am Morgen

Windschutz ala Mascha

Mein Zimmer. Das ist aufgeräumt!

Die Uhr geht nicht. Immer 9.12 Uhr.