Workshop ist Workshop. Krank ist Krank.

14.01.2019 ISARD Farm bei Bhrabise.

Liege der Hängematte. Mein Begleiter seit heute Nacht: Fieber und plusierenden Nebenhöhlen. Dies fühlt sich in Nepal nicht anders an als in Deutschland. Heute Nacht schwitzend aufgewacht und sicher nicht wegen der Wärme. Aber schon zwei mal inhalie … es geht besser.

Interessant. Gestern beim ganztägigen Workshop dachte ich noch, ich komme mit etwas Schnupfen davon. Aber auch wie im Job zu Hause…. Mobilisation der Kräfte und danach lassen die Kräfte einfach nach und der Virusinfekt übernimmt kurz die Steuerung. 3 Tag. 1 Tag kommt der Infekt. 1 Tag ist er da. 1. Tag vergeht er. Heute ist der da. Ich heisse den Infekt einfach willkommen. Namaste… mein erster Virusinfekt in Nepal.

Gestern war nichts desdo trotz ein spannender Tag. Bivas der Direktor hat kurzfristig für einen eintägigen Mitarbeiterworkshop eingeladen: Teaming. Planung neuer Ansätze für High Value Argraransätze und Mascha Part. 1 Tag vor Workshop zu erfahren, dass ich einen interaktiven Part habe. Aus Planungssicht für jemanden wie mich …. bzw. meinem joblichen Werdegang eigentlich ein No-Go. Ich schmunzel und denke Nepali Way und bin gelassen. Bei der IBM versuchen wir in unserem Team Tage vorher ready zu sein. Alles klar zu habe. Meistens am Tag davor noch bis spät Abends letzte Vorbereitungen. Am Tag es Workshop sind wir extra früh da, damit auch alles richtig vorbereitet ist. Alles etwa anders hier. Start sollte um 10 Uhr sein. Wird spontan auf 11 Uhr verlegt. Nicht alle sind ready. Material wird zwischen durch besorgt. Ich schmunzel… wie wird wohl meine Vorbereitung mit meinen Kollegen sein, wenn ich wieder zu Hause bin. Prallen da Welten aufeinander. Als ich nachts kränkelnd im Bette liege, denke ich das erste mal länger über die Rückkehr in den Job nach und wie es meine lieben Kollegen gerade geht. Lange nichts gehört. Der Februar ist meistens eine intensive Zeit.

Bivas hatte letztes Jahr eine Fortbildung zu Workshops Management und er hat ähnliche Ansätze und Methoden genutzt, wie ich sie kenne aber auch auch neue Dinge waren da brei und eine Sache werde ich beim nächsten Teammeeting bei der IBM auch machen. Darauf freue ich mich schon jetzt.

Der erste Session ging viel um Teaming und Kreativität und nicht ohne Stolz, die Gruppe in der ich war besonders kreativ. Wir sollten ein Plakat malen mit einem Dorf und der Landwirtschaft, die sie betreibt und auch die Infrastruktur darstellen. Ich kann überhaupt nicht malen. Noch schlechter als meine Rechtschreibung und Grammatik. Meine Vorschlag, wir malen kein Reisfeld oder Pilzzelt, wir nutzen reale Dinge, wie Reis, Pilze, Kaffeebohenen und basteln ein Collage. Viel Spass gehabt und das Ergebnis sehr kreative….. Meine Teammitglieder waren unsicher, ob es auch richtig so ist, wie wir es machen und hatten Sorge, dass wir es falsch machen. Es ging um Teaming und nicht wirklich um das Plakt selber und so konnte ich coachen… es sind zum Teil diese Momente, die mir klar machen, was Bivas meinte als er mir vor 3 Wochen sagte: schubse sie an bzw. zeige ihnen, wie man Dinge anders machen kann. Ich fühlte mich genau zu richtigen Zeit am richtigen Ort in diesen Moment. Aber Aber ich will nicht leugen, zwischen durch war ich wie auch in Deutschland manchmal ungeduldig und musste mich zurück nehmen, wenn ich das Gefühl hatte, läuft nicht so wie ich es mir vorstelle oder wir sind zu langsam. Nicht zu viel Power und Energie … anderen auch Raum lassen. Ich denke ich habe die Balance ganz gut hinbekommen.

Meine Session… 4 Eckenspiel am Anfang und dann Personas aus der Design Thinking Methode. Sie taten sich schwer … was denkt, sagt, tut und fühlt ein ISARD Mitarbeiter über ISARD jetzt und in 2 bis 3 Jahren. Bivas sagte später für das erste mal war das Ergebnis o.k. aber wir sollten es noch mal machen. Durch meine Session wird auch abgestimmt im Rahmen der 4 Eckenmethode, was das Team beim jährlichen Teamausflug mache will…. kein Wandern, keine Schwimmen, keine Filmnacht… Nein ein interaktive Spieletag … Teaming auf der Farm. Na dann, da muss ich mir kreativen Rat holen bzw mich schlau machen … einen ganzen Tag…. Puh. Ich werde mit xyz mehr Methoden zurück nach Deutschland kehren. Der Teamtag kann dann in Deutschland bei der IBM kommen.

Abends gab es Pasta…. wieder ohne Fleisch und ohne Gabeln Spaghetti ohne Gabeln … eine Herausforderung aber machbar. Achja für zwischendurch hatten wir Kuchen und Quiche vorbereitet. Lecker. Gitta die Köchin meinte für das Geld hätte sie 7 Tage kochen können. Ich war peinlich berührt und froh, dass ich das meiste aus meiner Tasche bezahlt hatte. Bivas beruhigte mich, so lange es kein Standard wird …. alles gut. Überhaupt hat er mir eine sehr positive und wertschätzende Rückmeldung zu meiner Arbeit hier gegeben. Das freut mich sehr.

Ich schlief beim lesen im Bett ein und schlief tief und fest, bis mich die Erkältung nachts weckte. C’est la vie.

Namste.

Mascha

Essenvorvereitung

Noch keine nachhaltige Emanzipation.. Workshopvorbereitung nur Männer…. Kochgruppe nur Frauen…. diese Bilder zeigte ich auch in meiner Session bei Workshop mit der Überschrift…. my Pain und I am sad

Workshop

Pasta

Krank