Nur kurz

20.2.2019

Heute ist hier strahlendblauer Himmel. Gestern nur grau und Regen. Meine monatliche Unterleibsschmerzen liessen mich fast den gestrigen Tag fast nur im Hotelzimmer verbringen. Der Unterschied zwischen Bergdorf und Hotel wird bei dem Thema besonders deutlich. Hier eine richtige Toilette mit westlichen Standard… sitzen, Toilettenpapier und Mülleimer und dort nichts von dem. Ich bin mir immer noch nicht im klaren, wie die weiblichen Mitarbeiter das Thema auf der Farm managen. In den ganz weit westlichen liegenden Dörfern in Nepal, werden Frauen mit Menstruation immer noch in abgekapselt (Art Ghettos) für die Zeit und verachtet. Das ist gesetzlich verbotene aber so weit weg und die Demokratie hier ist junge mit 21 Jahren.

Ich habe gestern eingekauft und gelesen. Beim Einkaufen im Supermarkt ging zwei mal das Licht aus. Die Ruhe die dabei bei den Menschen herrscht, ist faszinierend.

Was mir gestern noch mal aufgefallen ist, für viele wetliche Marken, gibt es hier Kopien der Marken. Ich finde es bei Nike besonders deutlich…

Ich frage mich, steckt dahinter Nike selber … es gibt hier keine richtigen Nikes oder ist es rechtlich nicht anfechtbar. So ist es mit vielen Marken. Was hier es hier auch gibt ist Coca Cola und Pepsi. Die Originale.

Im richtigen Shopping Center kaufe ich auch Hygienemittel. In den Bergdörfern ist häufig duschen eine Herausfordrung und intensiver waschen wegen Ermangelung einer Privatsphäre auch. Feuchtigkeitstücher sind meine Lösung dazu. Müll technisch gesehen nicht so toll aber ohne würde es für mich nicht gehen. Hier zeigt sich sehr deutlich wo meine Grenzen sind.

Mir wurde vor Nepal als auch jetzt sehr oft gesagt oder geschrieben, wie mutig ich sei. Mich beschäftigt das sehr. Fühle ich mich mutig? Was bedeutet für mich mutig sein?

Schlägt man mal im Nezt nach, so steht da

  1. Fähigkeit, in einer gefährlichen, riskanten Situation seine Angst zu überwinden; Furchtlosigkeit angesichts einer Situation, in der man Angst haben könnte
  2. [grundsätzliche] Bereitschaft, angesichts zu erwartender Nachteile etwas zu tun, was man für richtig hält

Ich fühle hier kein Risiko oder gar Angst. Nicht im geringsten. Das mag daran liegen, das es tatsächlich einfach mit dem ISARD Umfeld kaum Risiko gibt, Nepal ein friedliches Land ist, ich mich einfach sicher fühle. Ich meine, ich könnte jeder Zeit in ein Flieger steigen und zurück fliegen. Würde ich um Hilfe rufen nach Deutschland, dann weiss ich, ich würde sie von Familie und Freunden direkt bekommen. Ich habe eine Mega Auslandskrankenversicherung abgeschlossen…. und ich bin von Natur kein ängstlicher Typ. Das Gegenteil, ich bin mit viel Optimismus, Neugierde und Energie geboren. Ich habe das Gefühl das war immer schon da. Und meine soziales Umfeld war immer so, das ich eher motiviert wurde angstfrei durch das Leben zu gehen und einfach Dinge tun.

All das führt dazu, dass ich hier kein Empfindung habe, ich bin mutig. Es wird mir durch die Gespräche und Kommunikation noch mal wiede sehr deutlich: Menschen sind oftmals sehr verschieden und nehmen Dinge anders war und haben andere Einschätzungen. Für mich ist es wichtig, dass ich für mich klar habe, wo bin ich mutig und wo nicht, denn es gibt andere Bereiche, da meide ich das Risiko und bin nicht mutig…. aber es vielleicht gut wäre, wenn ich es mal wäre. Und was empfinde ich hier primär, wenn es nicht Mut ist? Diese Frage, werde ich mal setzen lassen.

Was mich schmunzeln lässt … im Netz steht auch:

mittelhochdeutsch, althochdeutsch muot = Gemüt(szustand); Leidenschaft; Entschlossenheit, Mut

Morgen geht es wieder in die Berge zu den Projekten. Mut hin oder her 😉

Namaste

Mascha