Ohje und doch gut!

25.02.2019 Sunkushi

Gestern haben wir uns die Schule angschaut. Den Stand der Bauarbeiten. Es wurde bei weiten nicht das erreicht, was klar im Projektplan für Meilenstein 1 steht. Aus dem Blickwinkel vom German Way, eine Enttäuschung. Aus dem Blickwinkel des Nepali Way ist es gut. Bei fast allen Punkten, sind wir auf der Zielgeraden und bis die Volunteere da sind, wird es so weit fertig sein, so das Unterricht richtig möglich ist und es eine Übernachtungsmöglich gibt … mit Strom und fliessend Wasser. Ich habe die Situation bzw die Ergebnisse einfach genutzt, um zu zeigen, was wir hätten besser machen müssen und wie man mit solchen Situationen umgeht aus Projektmanagement Sicht.

Was mir immer wieder auffällt, es wird hier oftmals nicht klar priorisiert und bewusst bzw. konkret entschieden, was man wie machen will. Vieles geschieht oder entsteht einfach. Und das nimmt man so hin. Ist normal. Keine klare Entscheidungen bzw Abstimmungen untereinander bzw. für oder gegen etwas. Nach dem Motto „erstens kommt es anders, zweitens als man denkt“. Das bringt oftmals Überraschungen aber eben nicht nur positive und für ein Schulbau mit begrenzten Resourcen, sollte doch klarer priorisiert und bewusst entschieden sein. Die ISARD Leute machen viele Überstunden und arbeiten hier primär ehrenamtlich. Man spürt den Ehrgeiz, jetzt endlich fertig werden zu wollen. Wie haben klar priorisiert, was nun bis wann fertig gestellt werden muss. Nicht untypisch für Projekte, das man das noch mal am Ende machen muss. Egal wo.

Das Treffen mit den Eltern und den Schulkommitee war gut. Also Nepali Way durch und durch… mich hat das schon ungeduldig gemacht… viel drum herum reden bis konkret die wichtigen Punkte geklärt wurden. Naja in Deutschland werde ich auch ungeduldig, wenn man nicht auf den Punkt kommt 😂. Interessant war, was die Bewohner positiv beschrieben haben. Sie mögen die neue Toilette sehr, hier sieht man die Entwicklung besonders. Sie sind beeindruckt. Man muss dazu sagen, dass der Bau der Schule schon solange dauert…. zu lange für die Grösse … es gab div. Baupausen und so glaubten ggf. schon vielen nicht mehr dran. Carisimo und ISARD haben den Bau erst letztes Jahr in einer Krise übernommen. Wir nutzen das Meeting auch dazu, zu ermahnen, dass die Kinder auch täglich in die Schule geschickt werden müssen, gewaschen und mit Schulsachen. Ich hoffe die Volunteere bringen Kontinuität und Qualität in den Unterricht. Auf jeden Fall ist das mit den kurzen Hosen und Tshirt kein und unisex Übernachtungen kein Problem. Die Eltern zeigten sich hier sehr offen. Fremde bringen neues. Ich würde sagen, die Meisten freuen sich darauf und wollen unbedingt mal Gastgeber für Mahlzeiten sein. Ich denke es war sehr gut, dass wir hier bestimmte Themen proaktiv vorher angesprochen haben.

Nach dem Eltern-Treffen gab es noch ein internes Projekmeeting. Erst Picknick, ich hatte eine Art Frankfurter Würstchen mit Senf organisiert und mein Campingkocher dabei. Sehr lustig. Danach haben wir mit verschiedenen Methodiken ein Projektanalyse durch geführt. Ich hoffe, das einige der Methodiken, die ich hier vorstelle, nachhaltig genutzt werden. Auch wenn ich nicht mehr da bin. Ich denke schon, dass es helfen würde für weitere Projekte. Ich bekomme jedenfalls sehr positive Rückmeldungen.

Nachmittags zog es plötzlich zu und es wurde schlagartig kälter. Hatte ich gar keine Lust drauf. Ich ging sehr früh ins Bett. Oft wenn es Nacht so kalt wird, wache ich mit Kopfschmerzen auf, obwohl ich eine Mütze an habe. Ich verkrampfe im Nacken durch das Schulter hoch ziehen und der Kieferanspannug. Kälte bleibt mein wunder Punkt hier.

Heute steht das Thema Stipendien für besonders Arme Kinder an. Ein seit Jahren bestehenden Konzept von Carisimo und heute Abend bzw. Morgen früh dann die Seniorentagesstätte. Hoffentlich scheint wieder die Sonne. In Regen hin ich die Strecke schon gewandert… will ich nicht mehr. Eine Schön-Wetter-Wanderin bin ich. Egal wo.

Namste

Mascha

Auf dem Weg zur Baustelle … alle telefonieren….

Status der Schule

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T

Treffen mir den Eltern

Picknick und Projektanalyse mit Frankfurter Würstchen