Beeindruckt. Option C und geniessen.

3.03.2019 Kathmandu

Wir erreichten gestern nach fast 6 Stunden Fahrt endlich Kathmandu … ich war echt müde, da ich spät ins Bett bin und um 5 Uhr aufstehen musste. Ich hatte wie immer nicht vorher gepackt. Stöhn.

Nach Dal Bhat fahren Gopy und ich noch zu einem Vorbereitungsmeeting für ein Heath Camp, dass in der Region statt finden soll, wo Gopy herkommt. Da habe wir in Sachen Orga keine Aktien aber Gopy will mich dem Organisator vorstellen. Er hat eien Foundation für die Förderung dieser Region gegründet und es geschafft ein Krankenhaus von Kathmandu zu überzeugen, mit 20 Ärzten und Pflegekräften für 3 Tage in die 9 Stunden entfernte Region zufahren. Chapeau. Wie ich es verstehe nur durch nepalesische Spenden organisiert. Ich beeindruckt.

Danach geht es zum Behindertenheim. Beim letzten mal war der Leiter nicht da und so lernten wir uns gestern erst persönlich kennen. Ich war noch mal beeindruckt. Ein kräftiger Mann mit deutschen Bäuchlein, sass mit eine Gelassenheit und Selbstbewusstein in seinen Rollstuhl und hatte eine einnehmende vertrauensvolle Art. Und er war im Gegensatz zu vielen anderen Nepali Menschen sehr diskussionfreudig. Wir sind noch mal durch die Zimmer und Küche und Bad gegangen. Das Problem ist, die Behinderungen sind sehr verschieden und einige können mit ihren Rollstühlen nicht gut auf Teppich voran kommen und während des Monsunregens wird es matschig und Rollstühle kann man nicht wie Schuhe einfach ausziehen. Wie diskutieren um die beste Lösung. Fast wie ein Kartenspiel mit Trümpfen…. hier zack, ich hahe noch eine super Idee… zack hier noch ein Ass aus dem Ärmel gezogen. Dabei viel gelacht und gerechnet. Im Budget bleiben. Klarer German way hier. Am Ende kommen wir zu Option C. Teppich als Isolierung gegen die Kälte nur unter den Betten, damit sparen wir viel Geld und nutzen dieses für die Küche….. ein Regal und eine zweite Kochstelle mit Gas wird möglich. Das ist für Pfannekuchen machen bei so viel Leuten auch besser 😂. Nur wenig Zeit bis zum 5.3. aber er meint das klappt. Vertrauenswürdig. Und er sagt German way. Ich atme tief durch. Dannach unterhalten wir uns noch mit den Bewohnern. Ich bin müde aber einfach rein und raus schneien finde ich doof. Die Behinderungrade sind wirklich sehr unterschiedlich…. manche geistig und körperlich… manache nur körperliche… manche psychisch. Im Verhältnis zu anderen armen Menschen in Nepal leben diese hier gut, auch wenn das Essen manchmal knapp ist.

Gopy und ich sind zufrieden und er fährt mich in mein Hotel. Ich bekomme das gleiche Zimmer wie letztes mal. Fühlt sich etwas an wie nach Hause kommen. Bevor ich den Luxus geniesse, telefonieren ich noch lange mit den Carisimo Vertreterinnen aus München… Rosi und Svenja. Wir diskutieren über nächste Schritte für die verschiedenen Programmen… regeln operatives…. es tut gut einfach mal wieder deutsch zum quatschen.

Und dann der Luxuspur… ein Saunagang alleine in einer Minisauna und warme Dusche. Zwar strengen mich diese grossen Unterschiede und Wechsel auch an… also die Einfachheit auf dem Land und den Luxus den ich mir in Kathmandu gönne …. aber ich geniesse.

Namaste

Mascha

Der Organisator für das Health Camp

Behindertenheim

Die Kalkulation

Impression aus Kathmandu und mein Zimmer