Schulunterricht

Gastbeitrag:

Hannah und Noah sind die beiden Freiwilligem aus Deutschland, die in Bhumethan in der Schule arbeiten. Noah studiert Produktdesign und Hannah hat im letzten Jahr ihr Abitur gemacht.

Heute war unser zweiter Unterrichtstag in der Schule in Bhumethan. Nachdem wir gestern einen Schock wegen der Unterrichtsweise bekamen, entschieden wir den anderen Unterrichtsraum vorübergehend mit Isoliermatten auszulegen. So konnten wir heute die jüngeren Kinder von den Älteren trennen. Den Tag davor war es ein Problem, dass die Kleinen den Unterricht gestört und Unruhe verbreitet haben.

Heute übernahmen Noah und ich wieder die erste Unterrichtsstunde und danach unterrichteten die beiden Lehrerinnen.

Ich fing in der 1. Klasse mit dem Lernen der Zahlen bis 5 an und klebte gemalte Zahlen mit entsprechender Punktzahl an die Wand. In der Reihenfolge konnten die Kinder die Zahlen gut aufsagen: One, Two, Three, Four and Five. Als ich aber anfing die Zahlen in verkehrter Reihenfolge abzufragen, wusste sie nicht mehr was welche Zahl war. Die Kinder hier lernen viel zu viel durch das“Nachsagen-Prinzip“ und denken dabei nicht selber.

Auch als ich nach meiner Unterrichtsstunde in der ersten Klasse an die Lehrerin übergab, wollte sie ihren Unterricht wieder gestalten durch : Sie schreit auf Nepalesisch : „A wie apple“ und die Kinder schreien :“ A wie apple“. Noah und ich sagten ihr, dass das keine gute Unterrichtsmethode wäre und sie lieber einen Buchstaben nennen solle und die Kinder dann ein Wort nennen können, das mit diesem Buchstaben anfängt. So würden die Kinder auch selber nachdenken und nicht alles stumpf wiederholen. Die Kinder in der Schule sind sehr motiviert und wollen was lernen, das merkt man.

Zusammen mit Rhonsu und Rita den beiden nepalesischen Freiwilligen von Isard überlegten wir, dass wir jeden Tag erst selber unterrichten und danach den Unterricht von den Lehrerinnen anschauen und Tipps geben. Die beiden Lehrerinnnen sind sehr lernbereit und haben am Anfang auch gesagt, dass sie neue Methoden von uns lernen wollen. Ich denke so kann man gemeinsam den Unterricht nachhaltig verbessern.

Nach unserem Unterichtstag gingen wir mit Rhonsu und Rita zu Ramsundas Haus, um dort die neuen Materialien für die Schule abzuholen: Stifte, Hefte, Radiergummis, Anspitzer, Plakate und noch mehr. Auch Zahnbürsten waren dabei, damit die Kinder vor der Schule ihre Zähne putzen und sich ordentlich waschen.

Morgen kann es also richtig losgehen mit dem Unterrichten!

Die Volunteers Noah und Hannah

Impressionen