Busy… Busy… Busy

31.03.2019 ISARD FARM

Der Workshop ist zu Ende. Was für 3 Tage. Nicht nur inhaltlich auch menschlich…. emotional. Es wurde gelacht, geweint, gelernt, gefeiert, gegessen, gestritten …. alles dabei. Ich bin k.o. und voll von Emotionen und Eindrücken. Daher Ich so lange nicht geschrieben. Sorry. Jetzt aber.

Neben den 4 Gruppenarbeiten gab es auch eine längeren gemeinsamen Abschnitt über Müllmanagement. Dieser Abschnitt wurde von dem beiden Frauen des Start-up Unternehmens doko recyclers organisiert (https://www.dokorecyclers.com).

Es ist spannend den Prozess mit zu gestalten und zu beobachten. Es werden Leute vom Land das erste mal sensibilisiert, dass es nicht gut ist Müll einfach in die Natur zu werfen. Ich hatte Müll als Thema für meinen Einsatz hier, gar nicht auf meiner Liste aber es ist mein absolutes Herzthema geworden. Das Thema hier in der Region ist neu, es gibt noch keine Lösungsansätze …. die Menschen müssen erst sensibilisiert werden. Selbst das Start-up Unternehmen doko gibt es erst seit 2 Jahren. Naja der Vortrag brachte viele Fragen auf…. aber zumindest die ISARD Mitarbeiter sind total sensibilisiert … jetzt geht es darum die Motivation zu nutzen.

Eine der vier Gruppenarbeit befasste mich dann mit dem Thema Müllmanagement… was könnte man sofort starten (Part A) und wie könnte man tatsächlich hier eine Müllentsorgung richtig auf die Beine stellen(Part B). In dieser Gruppe waren wir nur 5 Leute. Die doko Ladys, von ISARD Namarajh und Bivas und ich. Intensivste Diskussionen, sehr verschiedene Blickwinkel und Charakterthere aber am Ende gute Ergebnisse für Part A konkrete kleine Massnahmen, die jeder von den 45 Teilnehmern direkt umsetzen kann. Und wir die ISARD Leute werden nun mal für 2 Wochen unseren Müll zusammeln. Was machen wir an Müll in zwei Wochen. Part B gibt es eine Roadmap, wie man das Thema angehen könnten. Jetzt müssen ISARD UND doko intern klären, ob sie weiter machen wollen. Ich fände es total spannend. Ich muss jetzt erst mal abwarten …. keiner meiner Kernkompetenz.

Eine weiter Gruppe war Englisch. Diese Gruppe von Hannah und Gopy geleitet. Primär von Hannah aber. Gerade Abi gemacht. 19 Jahre. Das erste mal in einem Entwicklungsland. Noch nie so eine Gruppe geleitet. Noch nie englisch unterrichtet. Auch wenn wir vorher etwas besprochen, was und wie sie es machen könnte… Sie hat alles vorbereitet, den Kurs geleitet und die Teilnehmer motiviert am Ende zusammen in englisch vor allen Teilnehmern ein Konversation vorzustellen… und ein englisches Lied mit nepalischer Melodie zu Dingen. Das standen Menschen das erste mal vor einer Gruppe und haben etwas vorgetragen und dann noch in englisch. Wow. Wow. Wow. Wie mutig. Die Leute und Hannah.

Ein weitere Gruppe war Blog schreiben. Sie wurde von Noah alleine geleitet. Und das Ergebnis ist: es gibt eine beta Version (erster Testversion) eines Blogs, der in Zukunft von den Studenten betreut wird, die Carisimo mit einem Stipendium unterstützt.

http://blog.carisimo.org

Es ist nicht alles klar. Es gibt auch noch Unsicherheiten, ob die das echt durchziehen, das es jeden Monat 2 bis 3 Berichte es gibt aber egal.. jungen Studenten haben gelernt, was ein Blog ist und der Welt erzählen könnten, wie sie als Weisenkindern in einem nepalesischen Weisenheim aufgewachsen sind und wie sie Dank der Unterstützung von Carisimo entweder studieren können oder eine Ausbildung abschließen können. Auch Noah hat ganze Arbeit geleistet. Toll. Er und die Jungen Studenten hatten viel Spaß… da härter man das lachen besonders oft. Auch hier, wir hatte etwas vorab gesprochen und überlegt, was man wie machen könnte aber er hat es alleine vorbereitet und umgesetzt. Ich bin sehr beeindruckt. Wenn der Blog tatsächlich weiter geschrieben wird, dann ist es echte nachhaltig.

Die letzte Gruppe war Women Empowerment. Die Gruppe hatte den Wunsch geäußert eine Supporter für zu bekommen. Dhan war dankenswerter Weise bereit die Gruppe zu unterstützen. Ein Mann….für beide wohl ein Glücksfall… das freute mich besonders. Keine Zurückhaltung vor Dhan und er meinte zu mir, er hat ganz viel aus den Stunden mitgenommen. Als diese Gruppe vorgetragen hat wurde es sehr emotional. Viele Wunden… traurige… Schmerzvolle Erfahrungen…. es wurde geweint. Als ich spüre wie emotional wurde, habe ich auf die Übersetzung verzichtet also kann inhaltlich nicht viel schreiben. Aber auch ohne den Inhalt…. die Emotionen berührten mich zutiefst. Auch ich musste schlucken. Ich hatte das Gefühl als Workshop Leiterin, das ich die Emotion irgendwie halten muss und einen guten Abschluss finden muss. Ohne Worte. Hier erinnerte ich mich an meine Mutter. Sie hat mir immer und immer wieder erklärte und gezeigt, das umarmen manchmal mehr als 1000 Worte sind. als junge Frau konnte ich das kaum annehmen….. wie gut das man mit dem älter werden Weiser werden kann…. ich beendete die Einheit mit einer Domino Umarmung… also ich fing an die erste Person zu umarmen und dann ging es im Kreis weiter.

Vielleicht kein Zufall dass ich Dhan umarmen musste, wie hatten zu zweit einige intensive Diskussion mit mehr oder weniger guten Ausgang. Der Workshop tat auch uns gut. Wie sind alle hier in diesem Land um zu helfen.

Der Gruppe das Umarmen gut. Danke liebe Amithabha (der Name meiner Mutter)…. Danke für deine jahrelange Geduld, es mir immer wieder zu sagen und zu zeigen… manchmal einfach keine Worte und einfach umarmen.

Am Samstag Abend gab es dann die Party und ja es wurde gestanzt. Nepalesis was, Kölner Way (Karneval)… sogar Disko Fox wuede getanzt. Hannah und ich haben begonnen und ich habe dann mit eine de doko ladys noch mam gestanzt. I. Gegensatz zu mir, ist sie talentiert. Schnell gelernt.

Neben tanzen, grillen…. wurde auch viel geredet… viele unterschiedlich Menschen…. die Studenten aus Kathmandu, die ISARD Mitarbeiter, die ISARD Praktikantinnen, die verschiedenen Lehrerinnen aus Phuttedhunga und Mulabari, der Leiter des Behindertenheim, die doko Ladys, die Helfer für die Küche und wir deutschen Volunteere. Solche Momente und Erlebnisse sind so wichtig.

Am wurde mir mehrfach gesagt, dass ich schon eine von ihnen bin. Das ich Nepali Menschen und die Art gut verstehe (naja viel gelernt in den letzten Tagen) und dass sich so offen sei. Das ist schön solche Feedbacks zu bekommen. Vorallem nachdem mir auch vermittelt wurde, dass ich zum Teil zu puschi bin und nicht genug zuhöre und auf die Nepali Way einzugehen. Das Leben ist eib Prozess und lernen Mann sollte man immer.

Gestern war dann die Überraschung gross, ich hätte statt Hose, ein Kleid angezogen. Bei den ganzen Damen Thema Nummer 1 … immer wieder wurde mir gesagt, ich solle es öfters anziehen. Werde ich. Auch in Deutschland. Das Leben ist ein Prozess.

Namaste

Mascha