Unser Lieblingsprojekt

3.4.19

Gastbeitrag von Volunteer Hannah aus Bhumethan

Heute waren wir um 11 Uhr mit den Verantwortlichen des Kindergartenbaus in Phuttedunga verabredet. Als wir dort ankamen waren wir total beeindruckt, wie weit der Bau des Gebäudes schon vorangebracht wurde. Bei dem letzten Treffen am 26.3 war die alte Hütte abgerissen und die Arbeiter hatten schon die sechs Pfosten der Bewährung gebaut. Für heute war der Plan das Fundament fertigzustellen, die Rahmen der Fenster und der Tür einzusetzen und die Wände hochzuziehen. Diese Punkte wurden bis heute alle erfüllt, obwohl der Plan echt straff aufgestellt wurde.

LBei unserem Gespräch mit der Lehrerin, Janga dem Bauleiter und anderen Arbeitern erzählten sie uns, dass von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends an dem Kindergarten gebaut wird. Insgesamt gibt es 13 Arbeiter, von denen nur zwei bezahlt werden: Janga der Bauleiter, und ein engagierter Spezialist. Die anderen 11 Arbeiter arbeiten vollkommen ohne Bezahlung. Welche große Eigenmotivation dahinter stecken muss, kann man sich vorstellen. Jedes Mal wenn wir wieder in Phuttedunga sind, werden wir aufs Neue beeindruckt, wie sehr das Dorf dieses neue Gebäude will.

Bei unserem heutigen Meeting wurde vereinbart, dass bis zum nächsten Treffen am 26.4 das Dach, das Verputzen im Inneren und die Fensterklappem fertig gestellt werden sollen. Dabei darf nach dem Bau des Daches 10 Tage lang nicht an dem Gebäude gearbeitet werden und auch nach dem Verputzen im Inneren dürfen die Wände erst nach einer Woche mit der Farbe bemalt werden.

Im Bezug auf die Fenster war uns deutschen Volunteers wichtig, dass die Fenster richtig, ohne Lücken schließen. Was in Deutschland für uns selbstverständlich ist, wird in Nepal anders gehandhabt. In der Schule in Bhumethan zum Beispiel sind mehrere Fenster schief, wodurch Wind und Regen hindurch kommen kann. Vor allem in der Monsunzeit ist es wichtig, dass die Fenster dicht sind und ohne Probleme schließen. Auch die Lehrerin unterstütze uns in dieser Ansicht sehr. Die Lehrerin ist super engagiert und sehr reflektiert. So wurde also auf unserem großen Projektplan festgehalten, dass die Fenster passend eingebaut werden sollten. Diesen großen Projektplan gibt es einmal auf Nepali und einmal auf Englisch und wird bei jedem Treffen erneuert und überarbeitet. Diese Poster helfen nicht nur bei der Verständigung, sondern disziplinieren uns alle. Es wäre gut, wenn auch nach uns in Projekten so etwas weiter gemacht werden würde.

Eine weitere wichtige Rolle bei dem Bau des Kindergartens spielt Ramsunda. Er war in den letzten Tagen fast jeden Tag in Phuttedunga und hat geschaut, ob alles nach Plan läuft. Als Projektleiter von Seiten ISARD und Carisimo hielt er uns immer auf dem Laufenden. So wirken viele verschiedene Seiten bei diesem Projekt mit und vielleicht ist es gerade das, was das Projekt so vorwärts bringt.

Ich freue mich schon auf das nächste Treffen und bin sehr beeindruckt von diesem kleinen Dorf, was so viel auf die Beine stellt.

Namaste! Hannah