Paula und Paula kommen bei ihrer Familie an.

4. April Bhumethan

Gestern gab es schon von Hannah ein Gastbeitrag über unserem Besuch beim dem Bau der Kindertagesstätte:

Unser Lieblingsprojekt

Hier jetzt der 2. Teil zu Paul, der schüchternen philophierenden Tomatenpflanze und Paula, der scharfen Paprikaschote. Erster Teil siehe gestern Morgen.

Paul und Paula & Friends sind nach der langen Reisen von München über Kathmandu, den längeren Aufenthalt auf der ISARD Farm, wo sie zu kleinen Pflänzchen wuchsen, total gespannt wie es jetzt weiter geht. Der Zielort naht… das fühlten beide. Mascha, Noah, Hannah, die Girls Group mit Rita & Rhonsu und Kopila, die von ISARD für Carisimo zuständige Landwirtschafts Bergdorfbetreuerin hörten die Jungstars weiterhin singen. … Edith Piaf Je regrett rien. Sie brachten die Jungstars …. also Pflänzchen…. zu der Familie von Niroj. Er ist 23 Jahre alt und lebt mit seiner jungen und sehr schüchternen Frau Rina (20 Jahre), der Tochter Anisha (3 Jahre) und dem Großvater Dhal (75 Jahre) etwas ausserhalb von Bhumentha. In Nepal heiratet man meistens sehr früh und bekommt schnell Kinder.

Alle waren aufgeregt. Die Niroj hat man das Gefühl, er übernimmt seine Familienrolle sehr gut. Verantwortungsvoll, offen für Vorschläge und hilfsbereit. Er freut sich sehr als wir ankommen. Paula ist entzückt von dem charmanten Mann. Die weite Reise findet hier in dem Feld für Tomaten im vom Carisimo unterstützen Tomatentunnel (wird ein Gewächshaus) ihr Ende. Paula und die anderen Chilischotenpflänzchen in einer etwas ehrhöhten Terasse.

Paul ist über den etwas windgeschützten nicht ganz so hoch liegenden Platz hoch erfreut und singt beim einpflanzen von Louise Armstrong „What a wonderful World“.

Paula für die es etwas höher geht… weiter Ausblick… singt beim einpflanzen Happy von Pharrell Williams und flirtet dabei mir Niroj. Sie hat vernommen, das er gerne Musik und tanzen mag. Sein Hobby.

Die kleine Farm ausserhalb von Bhumethan ist sehr gepflegt. Es gibt sogar einen Mülleimer am Weg. Niroj erzählt, dass er über die Landwirtschaft und das Thema Sauberkeit mehr in den Workshops von Carisimo (deutscher Verein für Nepal) mit ISARD (lokale NGO), viel gelernt hat.

Eine junge…. sehr jung Familie… die durch das Landwirtschaftspojekt eine Chance bekommt, besseres Essen für sich und etwas zum verkaufen.

Damit diese und auch andere Familien in den 5 Dörfern diese Art der Landwirtschaft lernen…. nicht nur Reis….. gibt es Kopila und Ramsunda. Kopila ist zuständig für die Landwirtschaft direkt mit den Pflanzen. Ramsunda für die Schulungen, die Materialen, den Bau der Tunnel und Wasserzuflüsse. Manch mal helfen noch weitere Personen von de ISARD Farm.

Wir erfahren beim einpflanzen, dass das Kind etwa zurück geblieben ist und nicht viel spricht, daher werde es wohl nicht in die Schule bzw. Kindergarten gehen… meint der Vater. Hier zeigt sich die Grenze des momentanen Landwirtschaftsprojektes. Bildung, Hygiene, Ernährung, Empowerment und Müllmanagenent ist (noch) nicht Teil des Programms. Wir wieder sprechen.

Paul und Paula nehmen sich vor, das alles Svenja und Rosi, den Vorsitzenden von Carisimo zu erzählen, wenn die um die Osterzeit her kommen. Vielleicht könnte die beiden ja eine Abmachung mit Sarasvati machen. Sie ist in Nepal die Göttin des Lernens, der Sprache, der Wissenschaften, der Künste, der Dichtung, der Literatur, der Schrift, der Weisheit, des Tanzes, des Gesanges und der Musik. So das die kleine Anisha eine Chance bekommt, Chance für Schreiben und Lesen lernen, ggf etwas Förderung für die Sprache, gesündere Ernährung… hier in den Bergdörfern ist man immer Dal Bhat und so gut wie kein frisches Obst oder Rohkost. Mit Mehreinnahmen aus dem Landwirtschaftsprojekt könnten sie sich es aber leisten. Aber sie müssen es lernen, dass das wichtig ist. Dieses fällt nicht vom Himmel…. trotz der Götter.

Als ich noch als Aushilfe in der Krankenpflege über Jahre während meines Medizinstudiums gearbeitet habe, nannte man das „ganzheitlicher Ansatz“…. hier wäre das Bildung, Gesundheit und Umwelt.

Paul und Paula werden vielleicht uns berichten, wie sie wachsen werden und die ersten Tomaten und Chilischoten der Familie schenken werden.

Paul und Paula sind erfunden als Namen. Wahr ist….das mit den Samen aus München, die Reise mit Svenja und Rosi, dem aufziehen zu kleinen Pflänzchen auf der ISARD durch Kopila und Kopida… und mit uns kamen die Pflänzchen zu Nirojs Familie und wurden eingepflanzt. Die Tomatentunnel gibt es wirklich. Die Familie auch. Ob es Demeter und Sarasvati gibt und ob die wirklich geholfen haben oder werden… ich weiss es nicht? Aber in der griechischen und hinduistischen Mythologie gibt es sie mit dieser Bedeutung.

Mein Ziel war es mal anders über Entwicklungshilfe zu Schreiben…. bildlicher. Was so etwas kostet?

Ein Landwirtschaftsprojekt für ein Jahr kostet 25.000 Euro für 5 kleine Bergdörfer. Also pro Dorf etwa 5000 Euro. Darin sind Personalkosten, Material und Transportkosten für Pflanzen, Tunnel, Wasserzufur und Workshopkosten.

Mit ganzheitlichen Ansatz wären es ca. 6500 Euro pro Dorf.

Unsere Kosten…. also der Volunteere und der Carisimo Chefinnen tragen wir alle selber.

So mal als Gefühl, was man hier mit wieviel Geld erreichen kann.

Gerne kann was gespendet werden. Carismo will ein 4 Jahresprogramm für die 5 ausgewählten Bergdörfern starten. Gerne kann man die Familien und die Pflanzen besuchen. Vielleicht will ja einer eine Patenschaft übernehmen…. für ein ein Dorf, ein Tunnel, für eine Familie, für ein Kind?

https://www.carisimo-hilfe-nepal.de/

Liebe Grüße aus Nepal.

Namaste!

Mascha