Melancholie ….

… und Freude sind wohl Schwestern. Mit jedem Pulsschlag wird aus heute gestern.

Ist von Erich Kästner. Frei zitierte aus einem meiner Lieblingsgedichte „Der Mai“.

24.04.2019 Pokhara

Gestern den lange Weg runter wandern … am Anfang wurde von Stufe zur Stufe die Melancholie stärker. Der Trek geht zu Ende. Wo ist nur die Zeit geblieben. Es kommt mir vor als war es nur eine Vorspeise und der Hauptgang fehlt noch. Weiter wandern. Noch mal ganz hoch hinaus. Schnee spüren. Teile des Himalayas bewundern. Sich nicht satt sehen können. Voller Freude es gemacht zu haben. Die Anstrengung. Die Einfachheit. Die körperliche Belastung. Alle sind Teil der Freude. Berge faszinieren mich. Das sich schwitzend hoch kämpfend ist immer wieder eine der schönsten Erlebnisse und Herausforderungen.Mein Knie ruft nach Pause (lief aber sehr gut insgesamt). Meine Wäsche macht einem Iltis Konkurrenz.

Warmes Wasser und ein sauberes Bad ist die Sehnsucht Nr. 1. Gefolgt von einer Massage.

Ein kurzer Rückblick… die letzten Tage waren ein starker Kontrast zum Anfang der Wanderung. Der Madi Himal Trek ist als Hochgebirge Hüttenwanderung angelegt. Sehr gut angelegt. Könnte man ohne euch Probleme ohbe Guide gehen aber das Ziel iat über 4000 m hoch. Respekt begleitet einen bei den Abschnitten… die Höhe aber auch die Wege… es kann schon mal steil runter gehen. Die Trekker… die Hüttenwanderer sind hier unter sich. Keine Kurztripper hier.

Dagegen ist die Poon Hill Gegend ein Mittelgebirge zwar mit viel hoch und runter aber eher touristischen Begrdörfern als einsame Hütten. Tagestouren oder Touren mit einer oder zwei Übernachtungen werden in Massen angeboten. Ein Hauch von Himalaya kann man mit nehmen. Poon Hill … eine der Touristenattraktionen ermöglicht einen ohne Schneekontakt … eine beeindruckenden Blick ins Himalayagebirge.

Mich würde es jetzt wieder ins Hinterland ziehen. Ich würde … ebenso Ben…. gerne nach einem Tag Pause weiter wandern. Mehr noch eintauchen in den Himalaya Sog. Die Mischung aus Rothedendron, Karkheit, Schnee, Jungelwald und nepalesische einsame Hütten fasziniert mich. Höher. Weiter sehen. Die dünne der Luft geniessen und nicht mit ihr ringen.

Aber Aber es ist vorbei. Tausende von Stufen durch den Jungelwald… das Tal Schritt für Schritt… Stufe für Stufe hinter uns lassen. Etwas nach der Hälfte blitzen Sonnenschirme auf einer Terasse auf. Ein Almgefühl kommt auf. Und in mir formen sich die Worte Kaiserschmarrn, Radler und Germknödel. Alles klar. Die Alpen rufen nach mir. Ich schmunzel… im Juni werden ich in den Alpen sein und dort mit Familie, Freunde und alleine diese tolle Bergwelt während meines letzten Abschnitts meines Sabbaticals geniessen.

Ein privilegiertes Leben. Luxus. Ein Geschenk von mir an mich. All meine Ersparnisse sind das Invest in diese besondere Zeit. Keine sparen… keine Zinsen werden auf dem Konto wachsen, sondern all diese Erinnerungen wachsen in mir . Ich fühle mich jetzt schon reich, reicher werdend, obwohl mein Kontobetrag schmilzt. Sehr gut investiertes Geld. Und es liegt noch so viel vor mir.

Melancholisch über das was vorbei geht und mit Freude was kommt folge ich der endlosen Steintreppe und wünsche den vielen Wanderern, die sich bei warmen Wetter hoch schwitzen viel Spass.

Bei uns folgt ein Abschiedsgetränk, verschiedene Abschiedsfoto am Ende der Tour und dann der Jeep.

Der Kontrast folgt und auch der wird genossen. Cappuccino auf dem Zimmer. Heisse Dusche. Massage. Und zum Abendessen einem Martini Bianco auf Eis. Ohne Oliven. Ich liebe Kontraste.

Jetzt liege ich im Hotelbett. Kurz nach neun morgens. Ben sitzt wieder in dem Hängeei… sein Lieblingsplatz seit gestern. Frühstückszeit des Hotels haben wir verpasst. Lange geschlafen. Das habe ich vermisst. Den Tag langsam angehen. Ich liebe Bens Vorschlag… Cappuccino aufs Zimmer…. später in einem chilligen Cafe frühstückten bzw Mittagessen… jetzt pistare pistare…. nepalesisch… langsam langsam. In den Bergen wären wir nun schon über zwei Stunden wandern. Krass. Gestern morgen waren wir sogar um die Zeit schon über 5 Stunden auf den Beinen und haben den Sonnenaufgang im Himalaya betrachtet.

Melancholische-freudige Grüsse

Namaste

Mascha

Der Ben im Hängeei

Luxus gestern…Das Ende der TourPoon Hill und der RückwegImpressionen der letzten Tage