Twilight Zone

29.04.2019 Kathmandu

Kurz vor dem Start meines Sabbatical … also im Oktober… fühlten ich mich wie in einer Zwischenwelt … nicht ganz hier und nicht ganz da. Jetzt fühlt es sich ähnlich an. Etwas geht zu Ende… die Tage hier in Nepal. Es dämmert. Der Monsun naht. Es ist heiss schwül. Wo ist die Zeit geblieben? So schnell … Tick tack… Tick tack… schon fast ist der zweite Abschnitt meines Sabbaticals vorbei.

Abschied nehmen hat schon begonnen. Erst mal von Kerstin und Ben. Die beiden Freunde, die mich hier jeweils besucht hatten. Gestern ist Ben abgereist. Ich bin melancholisch. Es ist schön mit Freunden etwas hier direkt teilen zu können. Emails, Telefonate und sms ist etwas schönes aber vis-a-vis und gemeinsam erleben aber doch etwas anderes. Beide Besuche vergingen wie im Flug. Und ich wusste immer, danach ist nicht mehr lang. Habe nun den Abflug gebucht. Am 14. Mai geht es nach Sansibar. Ein Jungendtraum…. da mal hin zu fahren. Sansibar … schöner Name. Habe mir lange mit der Verwirklichung zeit gelassen. Seele baumeln lassen. Verarbeiten. Nur auf sich konzentrieren. Es ist Monsun Ende auf Sansibar. Hier in Nepal startet er und in Sansibar endet er. Interessant.

Seele baumen lassen haben Ben und ich gestern auch noch mal. Wir waren an meinem Lieblingsort in Kathmandu. Die Stupa in Boudhanat. Trotz Touristik ein Platz zum verweilen. Ich mag die weisse Stupa mit den vielen tibetanischen Flaggen, die im Wind flackern. Stunden könnte ich da drauf schauen. Viel positive Energie. Mich spricht dss tibetisch buddhistische generell mehr an als das hinduistische.

Loslassen hier in Nepal… langsam mehr und mehr Abschied nehmen… von den Projekten, dem Land und den Menschen. Traurigkeit….

…. Freude auf die Zeit auf Sansibar, Deutschland und den dritten Abschnitt meines Sabbaticals in Südeuropa mit Familie und Freunden, kommt immer intensiver auf. Was ein Gefühlsmix. Intensiv. Gut.

Namaste und melancholische Grüsse

Mascha