Wäsche weg & schwere Kommunikation

30.05.2019 Kathmandu

Die Kurzversion: meine Wäsche ist weg und gerade habe ich nur das Kleid. Mein Schlafzeug. Zwei Unterhosen. Ein paar Socken … ohne die Wandersocken.

Ich hatte all meine Wäsche bei Ankunft zum waschen gegeben. Es ist dem Hotel natürlich sehr unangenehm. Wenn sie morgen nicht da ist, dann soll ich einkaufen gehen. Natürlich nicht auf meine Kosten. Mein Traum als absolute Non-Shopperin…. in Kathmandu bei schwül drückender Luft mit viel Staub Klamotten zu kaufen. Mein Alptraum. Wo immer ihr seid meine Klamotten, findet den Weg zurück zu mir.

Die Kommunikation im Hotel zu diesen und anderen Themen wird immer spektakülärer.

Kommunikationen… zum Weinen oder Lachen ….

1. Beispiel

Ich: ist meine Wäsche fertig.

Sie: ich erkundige mich und melde mich.

1 Stunde später, keine Rückmeldung.

Ich rufe wieder an der Rezeption an.

Ich: ist meine Wäsche da.

Sie: ist auf dem Weg.

Ich: also noch nicht da. Wann ist sie da?

Sie: ich erkundige mich und melde mich.

1 Stunde später. Keine Rückmeldung.

Ich rufe bei der Rezeption an.

Ich: ist meine Wäsche da.

Sie: in einer halben Stunde.

Ich bin da nicht mehr da. Wieder Kleid.

Naja der Cappuccino schmeckt hier hervorragend. Auch jetzt. Ohne Wäsche.

2. Beispiel

Ich bin wieder im Hotel. 4 Stunden später.

Ich: ist meine Wäsche da.

Er: in einer halben Stunde ist sie da.

Ich: das hat man mir doch vor 4 Stunden gesagt. Ich warte auf der Terasse.

1 Stunde später. Keine Rückmeldung. Ich frage noch mal.

Ich: Ist meine Wäsche da?

Er: Wir finden sie nicht.

Ich: wie bitte?

Er: Sorry. Wir finden sie nicht. Er geht weg.

Der Hauptkellner kommt und fragt, was ich trinken will.

Ich: haben sie wieder Soda.

Er: ja aber natürlich.

Ich: bitte ein Lemon Soda.

30 min später kommt ein junger Kellner und sagt mir: kein Soda.

3. Beispiel als Ben noch da war

Ich: wir brauchen für ein Flughafenshuttle für 14.15 uhr.

Sie (die gleiche wie zur Wäsche): wann fliegen sie.

Ich: Er (also Ben) um 17.15 Uhr.

Sie: also dann sollte er um 14 uhr fahren.

Ich: also gut. Bitte den Shuttle für 14 Uhr reservieren.

Sie: ja Mam.

Ich: heute 14 Uhr.

Sie: ja mam.

14 Uhr dann.

Ich: ist der Shuttle da?

Sie: Moment ich erkundige mich.

Ich: ich warte. Es ist 14 Uhr.

Sie telefoniert mit Gott und der welt.

Sie um 14.15 Uhr: kein Shuttle. Ist busy.

Ich: Aber wir haben ein bestellt bei Ihnen.

Sie: ja aber er ist busy .

Ben: ich muss mein Flieger bekommen.

Sie: sorry sorry… leichtes kichern.

Ben: das ist nicht witzig.

Sie: sorry sorry wait please.

Ich: Stop. Bestelle sie ein Taxi.

Es wird dann ein Taxi bestellt. es komnt um 14.30 uhr.

Später fragt mich der Chef des Abends: Alles gut?

Ich: nein. Probleme mit dem Shuttle.

Er: ja Nepal kann so etwas immer passieren. Großes Lächeln auf seinem Gesicht

Stöhn: Keine Wäsche. Keine Soda. Kein Shuttle. Exzellente Kommunikation. It’s my life.

Nepali Way …. Egal ob Farm oder Hotel. Nepali Way gibt es überall und immer. Es gibt Tage, da kann ich Nepali Way gut managen bzw. aushalten und Tage da werde ich zur schlecht gelauntesten Volunteeren bzw. Westerin in Nepal. Ohhhhhmmmmm. Ein Mascha Ausflipp hatte ich noch nicht. Ob ich die Geduld, die ich hier lernen MUSS, etwas mit nach Hause nehmen kann?

Nachmittags mit Rosi von Carismo getroffen. Abschlussgespräch. Sie erzählt mir den Stand der Verhandlungen zwischen ISARD und Carisimo. Sie kommen voran. Was ich als Basis erarbeitet hatte, ist minimal übernommen worden. Zu viel. Zu kompliziert meint Rosi. Vielleicht erwarte ich tatsächlich zu viel. Rosi meint, ich will zu und zu schnell Dinge ändern. Change Prozesse brauchen Zeit. Ich lasse los und halte mich aus dem Prozess raus. Würde mich zu viel Kraft kosten. Einfach Dinge mal loslassen, auch wenn sie einem wichtig erscheinen. Habe ich das gerade geschrieben?

Naja, vielelicht gibt es ja in der Zukunft ein Projekt, das ich direkt unterstützen und begleiten könnte.als Projekt Coach der so? Projekte haben ein Anfang und Ende. Mal sehen. Am Ende war es eine gute Kombi für alle … ISARD, Carisimo und ich. Das stimmen Rosi und ich überein.

Ende des Tages. Das Hotel hat HBO und zufällig entdecke ich, dass Games of Thrones gleich läuft. Ein Abschnitt aus der letzen Staffel. Ich bin gespant welcher Abschnitt… und … es ist der letzte Kampf… also Ende der Staffel. Jetzt kenne ich also das Ende. Ich sag nichts.

Um ehrlich zu sein, ich habe vor dem Treffen mit Rosi nur im Bett gelegen … gelesen …. Musik gehört…. komnte mich zu nichts motivieren…. kein Sport, kein rum laufen….. nur abhängen. Ich bin müde. Naja, zu meiner Verteidigung, ich habe noch etwas Projektmanagement gemacht für den Kindergarten…. wie wird übriges Maschasneu.land Geld noch investiert. Was schreibe ich da gerade…. zur Verteidigung…. wir Westler…. man verteidigt sich, wenn man einfach mal ausruhen will und nichts tun will…. muss. Also die Verteidigung nehme ich zurück. Ich habe das NICHTS TUN genossen!

Namaste.

Grüsse ohne Wäsche.

Mascha

Nur drei Fotos gemacht… aber von fehlender Wäsche, Soda oder Shuttle kann man ja auch kein Fotos machen.

….wie kann man das auf ein Taxi schreiben…. also dss untere…. und warum auf Autos immer eine Marke steht wundert mich auch. Die Sponsoren das doch nicht…..

Rosi und ich waren bei einem Vitnamesen an der Stupa essen… das Bild passte… ähnliches haben wir ja mit Pasta beim Trekking gesehen… naja ich mache daraus… „esse gut dann bleibste ruhiger….“. Was ja wirklich eine gute Lebenseinstellung ist. Finde ich. 😉