I am so happy….

…. meine Wäsche ist wieder da.

1. Mai 2019 Kathmandu

Als ich meine Wäsche auf meinen Bett ausgebreitet habe, da hatte ich feuchte Augen. Tränen wegen wieder gefundener sehr genutzer Wäsche. Da sieht man, was einem sehr wichtig sein kann. Während andere voller Freude auf Kosten des Hotels shoppen gegangen wären, bin ich so glücklich gewesen, dass meine alte, nur zum Teil sauber werdende und durch die Natur geprägte Wäsche wieder da ist. Erleichterung. Danke an den Cosmos.

Ich sitze im Hotelbett. Cappuccino neben mir. Musik. Habe gerade ein Hotel für Sansibar für die ersten Tage gebucht. Komischer Gefühlsmix. Der Preis ist hier ein gehobenes Monatsgehalt oder eine Inneneinrichtung für den Kindergarten. Krass wie sehr mir damit wieder die verschiedenen Welten aufgezeigt werden. Durch die Projektarbeit und den vielen Kostenllisten und Planungeinachätzungen, weiss ich ziemlich genau, was hier wieviel kostet.

Noah, Hannah und ich haben darüber gestern länger beim Abschiedsfrühstück gesprochen. Wie privilegiert wir leben können. Man weiß es genau …. aber so intensiv spüren tut man es besonders, wenn man in das Alltagsleben hier eintaucht. Kein Tourist ist, sondern die Tage erlebt wie ein Nepalesi … besonders auf dem Land. Hannah und Noah waren die letzten hier der deutschen Fraktion. Viele Abschiede in diesen Tagen. Der Kreis schließt sich. Sie waren als erstes nach mir hier und blieben als längstes. Es war schön sie noch mal zu treffen. Nachdem Bivas und Gopy gegangen waren, haben wit noch mal die Zeit Revue passieren lassen und etwas philosophierte…. was haben sie über sich hier gelernt…. was haben sie über Nepal gelernt… was nehmen sie mit …. sehr Schönes Gespräch. Ich werde sie vermissen. Tolle junge Menschen.

Nach Verabschiedung… so viele Verabschiedung …. bin ich durch Tamel … dem Touristencentrum von Kathmandu…. geschlendert. Erste Erinnerungsdinge gekauft…. und für Ben ein Weihnachtsgeschenk …. man kann nie früh genug damit starten 😂. Eva wünscht sich eine Topi… eine Nepalesische Mütze … da gibt es so viele in versxhiedenen Farben davon … daran spürt man auch… Mitbringsel… das Ende rückt näher.

Mir war nach laufen… und so bin ich fast die ganze Strecke nach Boudthanat durch das staubige Kathmandu gelaufen. Gopy und Familie kurz getroffen und auf ein Abendgetränk mit Gopy zur Stupa.

Wir hatten ein langes Gespräch über die gemeinsame Zeit hier, wie ich ihn und seine Leistung einschätze, was er sich für die Zukunft vorstellt. Nicht nur ein leichtes Gespräch, das es mir nicht um schön reden ging. Imandar… ehrlich. Das Gespräch erinnert mich an Mitarbeitergespräche bei IBM. Ein mal mehr bin ich dankbar, was ich hier alles nutzen kann, was ich in meiner Berufswelt bisher gelernt habe. Ich bin gespannt, ob das was ich in Nepal gelernt habe, auch im Job nutzen kann. Nepali Way in einem Börsennotierten internationalen Unternehmen 😂😉😎🤩….

Hier ist heute auch Feiertag. 1. Mai. Hoch die internationale Solidarität.

Namaste

Mascha