Überraschungen

4. Mai 2019 Kathmandu

Nachdem es mir nach einigen Tage ausruhen deutlich besser ging und ich wieder Energie verspürte, wunderte es mich nicht, dass prompt wieder ein Ereignis und Erlebnis das andere hier jagte.

Nachdem mich Gopy mit seinem Motorbike anholte fuhren bei viel Regen…. der Monsun naht schnell… in Krankenhaus zu Kopida. Kopida, die für ISARD immer qieder neue Dinge in der Landwirtschaft ausprobierte, war wieder im Krankenhaus. Nicht gut. Ich wollte mit den behandelnden Ärzten reden, da es während meiner Zeit in Nepal nun schon der dritte Aufenthalt wegen einer Nierenbeckenentzündung Entzündung ist.

Das Krankenhaus ist ein staatliches. Gehört zu den größeren von Kathmandu. Für deutsche Verhältnisse höchst renovierungsbedürftig. Für Nepal, sauber und relativ strukturiert. In der Eingangshalle neben der Notfallaufnahm und der Anmeldung, ist direkt der Cash Counter. Krankenversicherung haben die wenigsten hier. Bar bezahlen ist die devise. Jeder Tag belastet das Familienbudget mit ca. 1000 bis 1500 Rupie mindestens. Das sind sind ca. 10 Euro. Viele in Nepal verdienen zwischen 200 und 300 Euro pro Monat. Auf dem Land weniger.

Wir passieren die Halle und gehen die Treppe hoch. Im ersten Stock ein großes Gitter mit zwei Wachleuten. Es wird nur der durch gelassen, der einen Namen eines Patienten oder einer Patientin, die stationär betreut wird, nennen kann. Können wir. Der Name steht auf einem Zettel. Keine Computer. Wir passieren. Schlagartig wird es ruhiger. Keine Gewussel wie in der Halle.

Kopida geht es nicht so schlecht wie das letzte mal, das beruhigt mich. Wir warten auf den Arzt. Wir warten auf dem Balkon. Ich beobachte die Menschen, die am Krankenhaus vorbei gehen. Während die Menschen den Pfützen ausweichen tappern die Kühe und Ziegen direkt durch. Mitten in der Hauptstadt von Nepal, einem der größeren Krankenhäusern von Kathmandu, ist es normal dass neben Menschen auch Ziegen und Kühe hier und da vorbei laufen.

Nach ca. 1 Stunde steht eine Ärztin… ich schätze mitte 30 vor mir. Sehr gutes englisch. Super freundlich. Schnell klären wir das medizinische und wir reden noch so etwas. Was für eine Überraschung. Ihr Mann ist auch Arzt und kommt genau aus der Gegend, in der ich ehrenamtlich arbeite bzw ISARD aktiv ist. Jedes Jahr machen Sie in Sindupalshuk ein Health Camp. Dieses Jahr übermorgen…. aber leider in einer anderen Gegend als wo ich die Tage bin. Ich erinnerte mich das Svenja und Rosi mir erzählten, dass sie überlegen nächstes Jahr ein Gesundheitscamp für Frauen zu machen. Die sympathische und offene Ärztin erzählte mir, dass sie und ihr man immer wieder ehrenamtlich mit internationalen NGOs für Projekte in Nepal zusammen arbeiten. Immer in Sindupalshuk. Wow. Wir verabreden und vor meinem Abflug noch mal zu treffen. Kurz bevor wir uns verabschieden, stellt sich noch raus, ihre Schwester lebt in Deutschland und beendet dieses Jahr ihre Medizinstudium – in Tübingen. Interessant.

Ich spüre durch meine wieder gekehrte Kraft, nach der Erholung von einigen Tagen, wieiviel Spass mir das wieder macht… die Kontakte, die Neugierde und Idee für neue Projekte entwickeln. Schade das ich fahre kam in mir hoch.

Nach dem Krankenhausbesuch, machten Gopy und ich einige Besorgungen für die Projekte, die bei meiner letzten Fahrt aufs Land beendet werden sollten. Später dann ina Cafe um die Doku Firma (privaten Startup für Recyling) und Bivas von Bivas der lokalen NGO zu treffen. Das Meeting entwickelte sich anders als gedacht. Geplant war ein klares ja oder nein für weiter machen und planen zum Thema Müllmanagement auf dem Land. Während Bivas sich klar für ein JA positionierte, formulierten Shivani und Brenda, einige Herausfordrungen. Eigentlich war schnell klar, ich musste ein Gespräch direkt mit den Gründern von Doku sprechen. Puh…. die Tage füllen sich schnell nach meiner Rückkehr von den Projektdörfern. Aber ich spüre Energie und habe Lust darauf.

Es ist kurz nach fünf Uhr morgens gerade. Gopy holt mich früh ab. warum auch immer, ich habe zugesagt mit dem Motorbike aufs Land zu fahren.

Also auf in den Endspurt.

Namaste

Mascha